Fachartikel
Azubis oder Fachkräfte – zwei unterschiedliche Jobs für HR
Wie Videorecruiting beide Zielgruppen unterschiedlich anspricht
Ausbildungs- und Fachkräfterecruiting folgen unterschiedlichen Logiken. Wer beide ernst nimmt, plant zwei separate Videorecruiting-Ansätze.
Unter dem Begriff Recruiting werden oft sehr verschiedene Aufgaben zusammengefasst. Besonders deutlich wird das im Vergleich von Ausbildungsrecruiting und Fachkräfterecruiting. Auf dem Papier geht es in beiden Fällen darum, Menschen für einen Arbeitgeber zu gewinnen. In der Realität funktionieren beide Zielgruppen nach völlig anderen Logiken.
Auszubildende: aktiv suchend und vergleichend
Auszubildende stehen am Beginn ihres Berufslebens. Sie orientieren sich, vergleichen Berufe und informieren sich gezielt über Betriebe. Sie suchen aktiv und sind bereit, Zeit in diese Recherche zu investieren. Hier sind Suchmaschinen, Ausbildungsplattformen, Messen und Schulkooperationen zentrale Bausteine. Videorecruiting kann helfen, Berufe verständlicher zu machen und Hürden abzubauen.
Fachkräfte: passiv offen, aber nicht aktiv suchend
Fachkräfte bewegen sich anders. Sie sind mitten im Arbeitsleben, haben Routinen, Verpflichtungen und meist mehrere Optionen. Viele sind offen für neue Perspektiven, aber nicht aktiv suchend. Sie kommen nicht regelmäßig auf Karriereseiten und blättern selten durch Jobportale. Sie müssen in ihrem Alltag angesprochen werden – über Employer Branding, Social Recruiting, Netzwerke und gezielte Ansprache.
Zwei Formate, zwei Konzeptionen
Für Auszubildende eignen sich eher erklärende Formate: Was lerne ich, wie sieht die Betreuung aus, welche Entwicklungschancen gibt es? Für Fachkräfte sind knappe, fokussierte Videostellenanzeigen sinnvoll, die konkrete Aufgaben, Teamstruktur und Rahmenbedingungen zeigen und klar sagen, warum sich ein Wechsel lohnen könnte.
Für HR bedeutet das, nicht nur die Kanäle, sondern auch die Videokonzeption zu trennen. Wer beides ernst nimmt, plant zwei unterschiedliche Videorecruiting-Ansätze.
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